Gorilla Gardening

[…] und als der Jungle zu klein wurde, kamen wir, um zurück zu holen was uns gebührt. Grün. Wild. Der Jungle kommt zurück in die Stadt und zerbricht das graue Beton-, Plastik- und Metalleinerlei unter dem das Leben begraben wird […]

– aus ‚Ruf der Wildnis – Manifest der Gorillas‘

Donnerstag 12. März, in aller Frühe quälen wir uns aus den Betten, schnell nen Tee geschlürft, Kamera eingepackt, nochmal die Augen gerieben und raus aus dem Haus.

Warum? Um dem wilden Leben zu begegnen! Gorillas haben sich angekündigt und sie wollen nicht weniger als am helligten Tage den öffentlichen Raum bepflanzen.

Ausgerüstet mit Schubkarren, Gießkannen, Bananen, Blumen und Schaufel begegnen wir ihnen in Neukölln und nehmen sofort die Verfolgung auf. Aus den Gesprächen ergibt sich im großen und ganzen eine Motivation zwischen hedonistischem Ausleben innerer Triebe – des wilden – die sich durch gesellschaftliche Normen und Zwäge eingeengt fühlen, sowie der Rückeroberung der Stadt durch die Natur, der Ordnung durch das Chaos, des Empires durch den Jungle.

Jungle ist dann für die nächste Stunde auch das volle Programm. Pflaster wird aufgebrochen, Wandaufhängungen installiert, Stromkästen, Mülleimer, Ampeln, Fahrräder und Autos bepflanzt.

Die Natur kennt keinen Unterschied zwischen schwarz und weiß, toll und nich so dolle. Das verdammte Moos wächst einfach wo es kann.

Auf die Frage ob Gorilla Gardening eine Parodie oder Weiterentwicklung oder irgendein Bezug zum bereits bekannten Guerilla Gardenings sei erhalten wir nur Achselkraulen und Kreischen, „Was auch immer Guerilla Gardening ist, wir sind Gorillas, wir machen Gorilla Gardening, wild, grün, ende. Ich weiß ja nicht was die Guerilla der Welt so für Erfahrungen mit Motorsägen und Waldrodung hat, aber eins kann ich dir sagen: Gorillas haben da Erfahrung und jetzt schlagen wir zurück.“

Die Aktionsform ist relativ neu und noch ziemlich unbekannt, soll aber in den nächsten Jahren konsequent weitergeführt werden.

„Es geht nicht nur um Verschönerung des öffentlichen Raums, es geht darum der Stimme der Natur einen Ton hinzuzufügen. Die ganzen Tiere und Wälder die ihr massenweise umlegt hört kein Arsch schreien. Ihr versteht die Sprache nicht. Klimawandel und Artensterben ziehen anscheinend nicht schnell genug, deshalb sind wir jetzt da um das ganze zu verdeutlichen und nebenbei einfach eine Menge Spaß zu haben.“

Soviel dazu. Stay tuned. Gorillas – Pirates – Unite and Fight.

Photos


Dieser Artikel wurde verfasst von pierre.
Photos wurden gemacht von konni.

Creative Commons License

‘Gorilla Gardnening’ und alle seine Bestandteile stehen unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Deutschland Lizenz.


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7 Antworten to “Gorilla Gardening”

  1. Ihr Wahnsinnigen im positiven Sinne,

    wie kann ich euch kontakten bzw. mal bei euch mitmachen…

    Ihr könnt mich unter meiner E-Mail erreichen. Ich wohne übrigens in Berlin-Kreuzberg.

  2. zur info: caro is von der berliner zeitung

  3. Schnauzi Says:

    Nee, Mauzi, die ist von der BZ, ditt is die Springerpresse-Boulevard-Drecksschleuder. Andere Baustelle!

  4. Caroline Rosales ist doch die BZfaschistin

  5. wer eckhard jesse als „quelle“ und „kommentator“ nutzt, wie in ihrem jüngsten „artikel“ ist als journalistin einfach nur ablehnenswert

    http://de.wikipedia.org/wiki/Eckhard_Jesse

  6. ihn als quelle zu nutzen finde ich an sich nicht ablehnenswert. die frage ist ja eher was sie daraus macht..

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