Weihnachten: Das Fest der Liebe und der Massenschlachtung

Wie lässt sich eine Geburtstagsfeier eines Gottessohns mit dem Tod auf dem Teller vereinbaren!? In keinem anderen Monat des Jahres werden mehr Hühner, Puten, Karpfen, Gänse oder andere Tiere geschlachtet als zu Weihnachten. Wir feiern das Leben, die Geburt und töten. Nur um einen Moment den Geschmack von Geflügel im Mund zu haben, berauben wir ein Wesen seines Lebens. Das hat mich nachdenklich gemacht.

Was macht ein Festessen zum Festessen?
Ein Festessen wird nicht zum besonderen Erlebnis, weil eine Komponente der Speisen aus Fleisch besteht, sondern weil die Athmosphäre, die Tischdekoration, die Vielfalt oder Ausgefallenheit des Essens, der Anlass und die Gemeinschaft besonders sind. Ein Festessen braucht also kein Fleisch um besonders zu sein.

Dia Nachfrage bestimmt das Angebot
Ein sehr vereinfachtes Beispiel: Hans Hackebeil verkauft in der Vorweihnachtszeit jede Woche 25 Hühner. Dieses Jahr aber ist es anders. Am Ende der Woche hat er noch immer 9 Hühner in der Truhe liegen.  Deshalb bestellt er beim Grosshändler nicht 25 neue, sondern nur 12. Hans Hackebeil befürchtet, er könnte die Hühner vielleicht nicht absetzten und bestellt in Weiser Voraussicht deshalb weniger als normal.

Der Hühnergrosshändler bemerkt, dass nicht nur Hans Hackebeil, sondern auch andere Abnehmer plötzlich weniger Hühner kaufen und er nimmt der Hühnchenfarm deshalb auch weniger ab. Der Hühnerwirt wiederum möchte nicht Hähnchen und Hühner grossziehen, die dann nach Weihnachten noch immer bei ihm in der Halle umherlaufen. Er lässt im nächsten Jahr deshalb weniger schlüpfen. Und wer nicht geboren wird, muss auch nicht in einer dunklen, öden, leeren Hühnerhalle umherlaufen und wird auch nicht geschlachtet.

Traditionen hinterfragen
Mag sein, dass das traditionelle Essen zu Weihnachten Fleisch, in welcher Form auch immer, enthält, aber auch Traditionen lassen sich verändern. Und nicht jede Tradition ist immer gleich auch eine gute, nur weil sie weit zurückreicht.
Übrigens hatten Maria und Josef im Stall von Bethlehem auch kein pompöses Essen.

Dieser Artikel wurde verfasst von sirifu

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2 Antworten to “Weihnachten: Das Fest der Liebe und der Massenschlachtung”

  1. Fuchs mit Rattenschwanz Says:

    wo sind die links hin???

  2. Carin Folkerts Says:

    Danke für den Text! Die Geburt des Gottessohnes in einem Stall (die Menschen hatten keinen Platz für den lieben Gott und sein dahergelaufenes Fußvolk) ist ein klares Zeichen dafür, dass der ersehnte Frieden nur wahr werden kann, wenn Menschen bereit sind, mit anderen Tieren in Frieden zu leben und ihre Rechte zu achten. Dieses Fest mit Bergen von Tierleichen auf dem Teller zu zelebrieren, grenzt an Satanskult.

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