Handball Regeln 2,4,17 & 18 – Technik: Ballannahme, Dribbling – Zuspiele / Zuspielhandlungsketten

Regel 2

Spielzeit

  1. Die normale Spielzeit für alle Mannschaften mit Spielern von 16 Jahren und mehr beträgt 2 x 30 Minuten; die Halbzeitpause normalerweise 10 Minuten.
  2. Ist ein Spiel nach Ablauf der regulären Spielzeit unentschieden und soll bis zur Entscheidung weitergespielt werden, erfolgt nach einer Pause von 5 Minuten eine Verlängerung. Die Verlängerung dauert 2 x 5 Minuten mit 1 Minute Halbzeitpause. Ist das Spiel nach einer ersten Verlängerung noch nicht entschieden, erfolgt nach einer Pause von 5 Minuten eine zweite Verlängerung von 2 x 5 Minuten mit 1 Minute Halbzeitpause. Ist das Spiel dann immer noch nicht entschieden wird durch 7m-Werfen entschieden.

Schlusssignal (ein Wort mit drei S)

  1. Die Spielzeit beginnt mit dem Anpfiff des Anwurfs durch den Schiedsrichter und endet mit dem automatischen Schlusssignal der öffentlichen Zeitmessanlage oder dem Schlusssignal des Zeitnehmers.
  2. Regelwidrigkeiten und unsportliches Verhalten vor oder mit dem Ertönen des Schlusssignals (bei Halbzeit- oder Spielende bzw. Ende der Verlängerung) sind zu ahnden, auch wenn die Ausführung des Freiwurfs oder 7-m-Wurfs nicht vor dem Schlusssignal erfolgen könnte. Ertönt das Schlusssignal, wenn ein Frei- oder 7-m-Wurf noch auszuführen ist oder der Ball sich nach einem solchen Wurf noch in der Luft befindet, ist dieser Wurf ebenfalls zu wiederholen. In beiden Fällen beenden die Schiedsrichter das Spiel erst, wenn der Freiwurf oder 7-m-Wurf ausgeführt oder wiederholt wurde und das Ergebnis dieses Wurfes feststeht.
  3. Stellen die Schiedsrichter fest, dass der Zeitnehmer das Spiel zu früh mit dem Schlusssignal beendet hat, sind sie verpflichtet, die Spieler auf der Spielfläche zu behalten und die verbleibende Spielzeit nachspielen zu lassen.

Time-Out

1. Die Schiedsrichter entscheiden, wann und wie lange die Spielzeit unterbrochen wird („Time-out“). In folgenden Situationen ist ein Time-out verbindlich:

  • Hinausstellung, Disqualifikation, Ausschluss
  • Team-Time-Out
  • Pfiff vom Zeitnehmer oder Technischen Delegierten
  • notwendige Rücksprache zwischen den Schiedsrichtern

2. Jede Mannschaft hat pro Halbzeit (ausgenommen Verlängerungen) Anspruch auf ein Team-Time-out von einer Minute Länge. Die Landesverbände können für ihren Bereich die Nichtanwendung des Team-Time-out beschließen.

Regel 17

Schiedsrichter

  1. Jedes Spiel wird von zwei gleichberechtigten Schiedsrichtern geleitet, denen ein Zeitnehmer und ein Sekretär zur Seite stehen.
  2. Die Aufsicht über das Verhalten der Spieler und Offiziellen beginnt für die Schiedsrichter mit dem Betreten der Wettkampfstätte und endet, wenn sie die Wettkampfstätte verlassen.
  3. Die Schiedsrichter sind verantwortlich für das Prüfen der Spielfläche, der Tore und der Bälle vor Spielbeginn. Sie bestimmen, welche Bälle zum Einsatz kommen). Außerdem stellen die Schiedsrichter die Anwesenheit der beiden Mannschaften in vorschriftsmäßiger Spielkleidung fest, prüfen das Spielprotokoll und die Ausrüstung der Spieler. Sie tragen dafür Sorge, dass die Zahl der Spieler und Offiziellen im Auswechselraum innerhalb der Grenzen liegt und stellen die Anwesenheit und Identität der beiden „Mannschaftsverantwortlichen“ fest. Jegliche Unstimmigkeiten sind zu beseitigen.
  4. Das Losen wird von einem der Schiedsrichter in Gegenwart des anderen Schiedsrichters und der beiden Mannschaftsverantwortlichen oder Offiziellen oder Spielern vorgenommen.
  5. Grundsätzlich muss das ganze Spiel von denselben Schiedsrichtern geleitet werden. In ihrer Verantwortung zur Gewährleistung des Spielablaufs im Einklang mit den Spielregeln müssen sie jede Regelwidrigkeit ahnden.Fällt einer der Schiedsrichter während des Spiels aus, leitet der andere das Spiel alleine.
  6. Wenn beide Schiedsrichter bei einer Regelwidrigkeit gegen dieselbe Mannschaft pfeifen, aber unterschiedlicher Auffassung über die Höhe der Bestrafung, sind, gilt immer die schwerwiegendste Strafe.
  7. Wenn beide Schiedsrichter bei einer Regelwidrigkeit pfeifen oder der Ball die Spielfläche verlassen hat, und die bei den Schiedsrichter gegensätzlicher Auffassung darüber sind, welche Mannschaft in Ballbesitz kommen soll, gilt die gemeinsame Entscheidung, die von den Schiedsrichtern nach einer kurzen Absprache erzielt wird. Wenn sie nicht zu einer gemeinsamen Entscheidung gelangen, hat die Meinung des Feldschiedsrichters Vorrang. Ein Time-out ist Pflicht. Nach klarem Handzeichen über die Spielfortsetzung wird das Spiel wieder angepfiffen.
  8. Beide Schiedsrichter sind für das Zählen (Notieren) der Tore verantwortlich. Außerdem notieren sie Verwarnungen, Hinausstellungen, Disqualifikationen und Ausschlüsse.
  9. Beide Schiedsrichter sind für die Kontrolle der Spielzeit verantwortlich. Entstehen Zweifel über die Richtigkeit der Zeitmessung, treffen die Schiedsrichter eine gemeinsame Entscheidung.
  10. Die Schiedsrichter sind dafür verantwortlich, dass das Spielprotokoll nach dem Spiel ordnungsgemäß ausgefüllt wird. Ausschlüsse und Disqualifikationen sind im Spielprotokoll zu begründen.
  11. Entscheidungen der Schiedsrichter auf Grund ihrer Tatsachenfeststellung oder Beurteilung sind unanfechtbar. Nur gegen Entscheidungen, die im Widerspruch zu den Regeln stehen, kann Einspruch erhoben werden. Während des Spiels sind nur die jeweiligen „Mannschaftsverantwortlichen“ berechtigt, die Schiedsrichter anzusprechen.
  12. Die Schiedsrichter haben das Recht, ein Spiel zu unterbrechen oder abzubrechen. Vor einer Entscheidung, das Spiel abzubrechen, müssen alle Möglichkeiten zur Fortsetzung des Spiels ausgeschöpft werden.
  13. Schwarze Spielkleidung ist vorrangig für die Schiedsrichter vorgesehen.

Regel 18

Zeitnehmer und Sekretär

  1. Grundsätzlich hat der Zeitnehmer die Hauptverantwortung für die Spielzeit, das Time-out und die Hinausstellungszeit hinausgestellter Spieler. Der Sekretär hat die Hauptverantwortung für die Spielerlisten, das Spielprotokoll, das Eintreten von Spielern, die nach Spielbeginn ankommen, und das Eintreten von nicht teilnahmeberechtigten Spielern. Andere Aufgaben, wie die Kontrolle der Zahl der Spieler und Mannschaftsoffiziellen im Auswechselraum sowie das Aus­ und Eintreten von Auswechselspielern gelten als gemeinsame Verantwortungen. Generell sollte der Zeitnehmer (und falls anwesend ein Technischer Delegierter des zuständigen Verbandes) die notwendigen Spielunterbrechungen vornehmen. Im DHB ist es auch erlaubt die Aufgaben von Zeitnehmer und Sekretär in einer Person zu vereinigen.
  2. Wenn keine öffentliche Zeitmessanlage vorhanden ist, muss der Zeitnehmer den Mannschaftsverantwortlichen jeder Mannschaft über die gespielte oder noch zu spielende Zeit unterrichten, insbesondere nach einem Time-out.

Die Ballannahme

Fangen brust- bis sprunghoch zugespielter Bälle

  • Schrittstellung (rechtshänder linkes bein und umgekehrt)
  • Arme dem Ball locker entgegen
  • Arme leicht anwinkeln
  • Oberkörper leicht nach vorn geneigt
  • Hände bilden einen ‚Trichter‘ => Es wird verhindert dass der Ball durch die Hände rutscht
  • Handflächen zeigen zum Ball, Fingerspitzen schräg nach oben, W-Form
  • leichte Spreizung der Finger
  • der Ball wird mit beiden Händen elastisch vor dem Körper angenommen, angesogen => Abfedern der Wucht des Balles

Fehler:

  1. keine Schrittstellung
  2. Finger zeigen nach vorn
  3. Ball wird mit gestreckten Armen gefangen (keine Elastizität => Abprallen)
  4. Arme sind zu stark gebeugt (keine Elastizität => Abprallen)
  5. falsche Hand- und Fingerhaltung
  6. Hände bilden keinen Trichter (schwierigeres Halten des Balles => Abrutschen, Ballverlust, Verletzung)

Fangen halbhoch bis tief zugespielter Bälle

Fangen halbhoch bis tief zugespielter Bälle (frontales Zuspiel)

  • Schrittstellung analog zu hohen Bällen
  • leichtes Neigen des Oberkörpers nach vorn
  • Beugen der Knie
  • Ellenbogen zeigen zum Körper
  • Lockeres Entgegenstrecken der Arme zum Ball (Elastizität)
  • Trichterförmige Auffangfläche (Grifffestigkeit)
  • Finger schräg nach unten, kleine Finger zueinander, M-Form
  • leichte Spreizung der Finger
  • Annahme mit Abfedern der Wucht

Fehler:

  1. Hände werden parallel gehalten
  2. Hände bilden keinen Trichter
  3. gestreckte Knie, zu starkes Beugen des Oberkörpers
  4. aufgerichteter Oberkröper, zu starkes Beugen der Knie
  5. Arme werden dem Ball nicht entgegengestreckt => keine Elastizität

Variationen der Ballannahme

Variationen_der_ballannahme.jpg

Möglichkeiten der Ballannahme

Die Ballannahme kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen, unabhängig ob nun hoch oder tief gefangen wird, gibt es unter anderem auch die folgenden vier Möglichkeiten der Ballannahme:

  1. 0-Schritt Landung in paralleler Grundstellung (gleichzeitig). Die Ballannahme erfolgt im Sprung.
  2. 1-Schritt Einnehmen der Wurfauslage. Die Ballannahme erfolgt im Sprung.
  3. 1-Schritt Sprung in parallele Grundstellung (gleichzeitig) jedoch erfolgt die Ballannahme hier aus einem Schritt heraus.
  4. 2-Schritt Einnehmen der Wurfauslage. Die Ballannahme erfolgt jedoch aus einem Schritt heraus und benötigt dadurch insgesamt 2 Schritte um zur selben Endposition wie 2. zu kommen.

Grafik

Ballführung

Dribbling

Die Ballführung erfolgt durch das Dribbling!

Dribbling ist einmalig möglich, es können aber auch mehrmalige Dribbelschläge ausgeführt werden, wobei diese wiederum entweder mit nur einer Hand oder mit beiden Händen durchgeführt werden können.

Das eigentlich Dribbling wurde schon im letzten Kurs besprochen, das wichtigste war:

  • leicht gespreizte Finger
  • Dribbling aus dem Handgelenk heraus
  • Körper immer zwischen Gegner und Ball halten
  • Ballführung seitlich vorne vor dem Körper
  • Dribbling nur in Notmaßnahmen, Pässe sind schneller und besser

Ausführungsmöglichkeiten des Dribblings

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Wurftechniken im Zuspiel

Das Zuspiel kann mit unterschiedlichen Wurftechniken erfolgen:

  • Schlagwurf -einhändig
  • Druckwurf -einhändig -beidhändig
  • Sprungwurf -einhändig
  • Schockwurf -einhändig -beidhändig
  • Weiterleiten, Pritschen/Übergeben -einhändig -beidhändig

Die Ausführungsvarianten der Zuspieltechnik befinden sich in Abhängigkeit von der Spielsituation. Das bedeutet, dass sie sich durchaus in folgenden Punkten unterscheiden können:

Wurf/Würfe

  • im Stand, im Gehen, im Laufen, im Sprung oder im Fallen
  • von verschiedenen Abwurfhöhen und Körperseiten
  • mit unterschiedlichen Abwurfimpulsen, Schärfen, Flugbahnen und Effets
  • in verschiedene Richtungen
  • über verschiedene Entfernungen
  • mit verschiedenen Geschwindigkeiten
  • direkt / indirekt
  • in Verbindung mit Finten

Also nahezu analog zu den Variationen der Ballannahme, da auch diese situationsabhängig ist.

Streethandball ist besser als Hallenhandball. Allgemein ist alles wo Street- vor steht eh viel cooler als der Rest: Streetfighter, Streetfootball, Grafitti, Parkour, Skaten! Ha!

Dieser Artikel wurde verfasst vom kater

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3 Antworten to “Handball Regeln 2,4,17 & 18 – Technik: Ballannahme, Dribbling – Zuspiele / Zuspielhandlungsketten”

  1. Hallo,

    zum Thema „Wurftechniken im Zuspiel“ ein kleiner Hinweis:

    Der Ball darf ausschließlich ‚gespielt‘ werden; d. h. er muß sich in der Luft befinden.
    Ein Übergeben des Balles ist nicht zulässig! -> Freiwurf gegen den/die fehlbaren Spieler/Mannschaft

  2. das hilft pt nicht überhaupt

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