Allergieheilkost – Wissenswertes zusammengetragen

Teilweise umformulierte Auszüge aus dem nachstehenden Werk. Eine praktische und kurzgefasste Zusammentragung wichtiger und interessanter Informationen rund um die Ernähung. 29.8.2008

Allergieheilkost, Heilung ohne medikamente
Marie Latour

Dinkel ist sehr „wählerisch“ und wächst nicht, wenn gedüngt wird. Er ist somit fast immer Bio. Der dunkle Reis hat ein vielfaches an Nährstoffen in sich, im Vergleich zum weissen Reis.Gemahlener Reis, mit Wasser aufgekocht ist sehr gut bei Magen- und Darmreizungen.Reis wirkt blutdrucksenkend, entwässernd, anregend auf Nieren und enthält nur wenig Natrium. Reis regelt also den Wasserhaushalt im Körper.
Wer genügend Eisen zu sich nimmt hat auch genügend rote Blutkörperchen und friert nicht.
Bei Neurodermites ist Gerste eine gute Wahl. Bei Magen- und Darmstörungen ist Gerstenschleimsuppe, aus gemahlenem frischen Vollgerstenmehl und etwas Salz (Meersalz am Besten) sehr gut. Gerstensuppe Bindet giftiges aus dem Stoffwechsel an sich, regt die Leberfunktion an, kräftigt die Bronchien und Lunge von Asthmatikern und beugt Bandscheiben- und Bindegewebsschwächen vor.Zu Gerste niemals Schwarzentee trinken. Er macht alle guten Eigenschaften zu nichte.
100g Hirse decken den tagesbedarf eines Erwachsenen von: Eisen, Fluor, Phosphor und Kieselsäure. Würden wir regelmässig Hirse essen, so bekämen wir keine Krampfadern oder Hämorrhoiden, glatte, frische Haut, gutes Haar, ein starkes Abwehrsystem, klare Glaskörper der Augen, keine Gelenkschäden, elastische Sehnen, Bänder, Blutgefässe, Magen- und Darmwände und unsere Nägel und Zähne wären fest (S.87). Hirse hat mit 5% einen hohen Fettgehalt (S.88).
Roggen hat einen hohen Kalium- und Eisengehalt und ist sehr gut ausgestattet mit Mineralien. Roggen ist gut für die Leber. Ebenso enthält Roggen Kieselsäure, welche gut ist für eine gesunde Haut, Zähne, Nägel und Haare.
Hafer hat einen Fettgehalt von 7,5% Das ist sehr hoch. Weizen zum Vergleich hat einen Fettgehalt von 1,9 – 2,5%. 100g Hafer am Tag decken ein drittel des Tagesbedarfs von essentiellen Fettsäuren. Ebenso decken 100g Hafer am Tag, zu 40% den tagesbedarf eines Erwachenen von Vitamin B1. Vitamin B1 ist gut gegen depressive Phasen, denn dieses Vitamin unterstüzt den Nervenaufbau und regt die Bauchspeicheldrüse an, mehr Insulin zu produzieren. Haferflocken lagern zulange! Sie sind steril und an der Luft oxidieren sich. Frischgemahlene Haferflocken sind die beste Möglichkeit, alle Vorteile für sich zu nutzen. Hafer auf dauer reizt (was oder warum, weiss ich nicht mehr, muss ich nochmal nachlesen wenn ich wieder in HH bin).
Wildreis ist das teuerste Luxusgetreide der Welt. Es lässt sich nicht kultivieren. Er enthält Eiweiss, Kalium, Phosphor und Magnesium.
Mit Buchweizen lässt es sich gut backen. Das Vollekorn ist Eiweiss, Vitamin und Mineralstofflieferant Nummer eins. In vielen Hochkulturen ist Buchweizen ein Grundnahrungsmittel. Hungernde menschen überleben eher mit Getreide, als mit Fleisch.

Wenn das Getreide als ganzes Korn verzehrt werden soll, dann ist es sinnvoll es 30min bis 3std lang in Wasser ein zu weichen. Das Phytin im Getreide bindet dann die Mineralstoffe an sich. Durch das Einweichen bildet sich die Phytase, was den Vorteil für Magen hat, dass die Nährstoffe wesentlich besser aufgenommen werden können. Wenn das Korn zu keimen beginnt, wird es basenbildend. Eiweiss und Fett werden durch das Keimen leichter aufnehmbar für den Organismus und der Mineralstoffgehalt erhöht sich um ein vielfaches.

1/7 bis 1/10 der Tagesgesamtnahrung aus gekeimten Getreide ist sehr gesund (super!). Selbstverständlich roh verzehren.
Zum Keimen kann man nehmen: Hülsenfrüchte, Nüsse, Ölsaat, Kichererbsen, Sonnenblumenkerne, Haselnüsse, Madeln, Kürbiskerne. Zur Sprossenzucht eignen sich: Sesam-, Luzerne- (Alfalfa), Lein-, Kresse-, Senf-, und Rettichsamen.

Anleitung zum Keimen ohne spezielle Behältnisse
Pro Tag etwa ein bis zwei Esslöffel Getreide (steht da geschrieben, aber ich nehme immer so 80-100g, eine Portion zum Essen eben).
1.Tag abends Getreide/Samen in eine Schüssel geben (Getreide einmal durch abspülen waschen) und leicht bedeckt mit Wasser hinstellen und ein ein Tuch darüber.
2. Tag morgens Getreide/Samen abspüelen, Schüssel gut ausspülen (nicht mit Geschirrspülmittel! Klares Wasser reicht), ohne Wasser, aber rest feucht mit Tuch abgedeckt bis zum Abend stehen lassen. Am abend wieder leicht mit Wasser bedeckten, Tuch drüber.
Immer weiter so, bis sich etwa drei millimeter kleine Spitzen zeigen. (Manchmal sieht es aus, als würde sich Schimmel oder ein Pilz bilden. Das sind aber die feinen Wurzeln der Samen, Alles lebt und nichts schimmelt. Wenn es schimmeln sollte, dann richt man das!)

Tee
Ein guter Tee ist aus frischen Kräutern gemacht, oder nicht älter als ein Jahr. Nicht gerebelt oder geschnitten, sondern ganze Blätter verwenden. Beeren, Rinden und Wurzeln entwickeln erst nach längerem kochen ihr Aroma. Bald nach dem Aufbrühen trinken. Teekann immer nur mit Wasser waschen, keine Spüelmittel nehmen. Abkochen funktioniert so: Mit kaltem Wasser aufsetzten und langsam zum Kochen bringen. Abgekocht werden meistens nur zähe Pflanzenteile (Wurzeln, Beeren, Rinden).

Säuren und Basen (S.64)
Aer zuviel saures isst, der schaft ein saures Millieu im Körper. Um die unerwünschte Säure abzubinden nimmt der Körper Eiweiss. Es entsteht die organische Base Ammoniak, worin die Säure dann gebunden wurde. Eiweiss wird für den zellaufbau benötigt. Bei basenreicher Kost ist der Eiweissbedarf also um ein wesentliches geringer.
Wenn nicht genügend Eiweiss vorhanden ist, so greift der Organismus auf die Alkalireserven im Knochengerüst und in den Gefässwänden zurück. Wenn der säureüberschuss nicht mehr bewältigt werden kann, dann wird auskristalisiert und ins Blut abgeschoben. Es kommt zu Blutverdickung, Blutgerinnung, schrängt die Herzarbeit ein und verursacht eine Unterversorgung der Zellen und Organe.
Säurebildende Lebens- und Nahrungsmittel sind: Fleisch, Fleischbrühe, Fisch, Wurst, Hühnereiweiss, pasteurisierte Milch, pasteurisierter Rahm, Butter, Käse, Quark, Joghurt, Kefir, Bohnenkaffee, Schwarzertee, Schokolade, Kakao, Alkohol, weisser Zucker, Honig, Auszugsmehl, Vollkornmehl, Griess, Hafer, Gerste, Roggen, Weizen, Mais, Brot und backwaren, teigwaren, gehärtete Fette und Talg, Walnüsse, Erdnüsse, Kichererbsen (Hülsenfrüchte allgemein), gekochtes Gemüse, Rosenkohl, Spargel, Rhabarber (roh und gekocht), Früchte die unreif geerntet wurden und in Lagerhallen ausreifen.
Basenbildene Lebens- und Nahrungsmittel sind: Eigelb, Frischmilch, Frischrahm, Frischbutter, Frischkäse, Kräutertees, Carob (Johannesbrot), Hirse, Buchweizen, gekeimtes Getreide, kaltgepresstes Öl, frische Walnüsse, Esskastanien, Kartoffeln (roh und gekocht), Salate und rohes Gemüse, Sojabohnen, Artischocke, Gemüsebrühe, Früchte in der Sonne (also an der Pflanze selbst) gereift.

(Natürlich sollte man nicht glauben, alle säurebildenden Nahrungsmittel sind schlecht und deshalb sollte man sie nicht mehr essen. Darum geht es nicht. Es geht darum, darüber Bescheid zu wissen, wie was wirkt und es soll die Möglichkeit geben, sich zu orientieren. Dann kann man aus beiden Kategorien seine Kost zusammen stellen und ein Ungleichgewicht vermeiden.)

Dieser Artikel wurde verfasst von sirifu

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