Bedeutung der Landwirtschaft für den Klimawandel

Die Landwirtschaft als eigenständiger Bereich wird, je nach Abgrenzung des Wirtschtschaftsbereichs in den unterschiedlichen Berechnungen, für 14% (STERN, 2007) bis 20% (LEAD, 2007) des anthropogenen Klimaeffekts verantwortlich gemacht. Teilweise wird sogar von 35% (MONTENY et al., 2006) ausgegangen.

Die globalen Emissionen der Landwirtschaft in CO2-Äquivalent sind mit den Auswirkungen der Landnutzungsänderung inklusive der Entwaldung größer als die des Transports und nur knapp hinter den durch Elektrizitätserzeugung anfallenden Emissionen. Möglicherweise sogar noch größer (Stern, 2007).

Die globale Agrarwirtschaft ist im besonderen Verursacher von 50% der anthropogenen Methanemissionen und für ca. 70% der Lachgasemissionen.

Methan und Lachgas sind starke Treibhausgase: Methan wirkt 21mal so stark wie CO2,

Lachgas sogar 310mal so stark.

Zusätzlich fallen Emissionen durch den Energieverbrauch der Landmaschinen sowie bei der Herstellung des Düngers an.

Allerdings besteht auch ein großes Potential zur Einsparung durch die Landwirtschaft. Beispielweise durch die Produktion von Agro-Diesel oder Gas oder die CO2-Fixierung durch Humusbildung. Es gibt jedoch noch zahlreiche andere Möglichkeiten, den Ausstoß klimaschädlicher Gase zu reduzieren, die seltener genannt werden.

Überblick politischer Reduktionszielsetzungen

Kyoto-ProtokollReduktionsziel für

Deutschland

Minus 21%Referenzjahr: 1990

Reduktion zu erreichen bis 2012

Beschluss des Europäischen Rates im März 2007 (Klima- und Energiegipfel) EU-Ebene Minus 8% (Reduktion zu erreichen bis 2012)Minus 20% (Reduktion zu erreichen bis 2020)

bzw. Minus 30%, vorausgesetzt, die anderen Industriestaaten verpflichten sich zu ähnlichen Emissionsreduktionen.

Referenzjahr: 1990

G-8-Gipfel, Heiligendamm im Juni 2007 Globale Ebene Minus 50%Reduktion zu erreichen bis 2050

Ohne Referenzjahr (sehr sinnvoll…)

Es gibt zur Umsetzung dieser Reduktionsziele bereits zahlreiche Ansätze, die an der Energieerzeugung, allgemein der Wirtschaft sowie den privaten Haushalten ansetzt. Trotz des großen Anteils am gesamten anthropogenen Treibhauseffekt und der hohen Wirksamkeit der von ihr am meisten emittierten Treibhausgase – Methan und Lachgas – gibt es kaum politische Instrumente, die versuchen, gezielt die landwirtschaftlichen Emissionen von Treibhausgasen nennenswert zu reduzieren.

Erneut sei erwähnt, dass es zahlreiche Ansätze gibt exakt diese Reduktionen herbei zu führen, die außerdem relativ günstig sind, da im Landwirtschaftssektor bisher kaum Maßnahmen durchgeführt wurden (IPCC, 2007).

Vergleichsweise lässt sich noch gegenüberstellen, dass die Landwirtschaft in Deutschland 2,5% aller Arbeitskräfte beschäftigt, 1,3 % des Sozialprodukts erwirtschaftet (DBV, 2006) dafür aber einen Anteil zwischen 6% und 9% des von Deutschland verschuldeten anthropogenen Klimaeffekts einnimmt.

Dieser Artikel wurde verfasst von pierre

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‚Bedeutung der Landwirtschaft für den Klimawandel‘ und alle seine Bestandteile stehen unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Deutschland Lizenz.
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5 Antworten to “Bedeutung der Landwirtschaft für den Klimawandel”

  1. Es fehlen die erwähnten lukrativen Maßnahmen. Sie werden nicht aufgeführt, allerdings demnächst nachgetragen. Selbst zu recherchieren sind sie in der Langfassung des WWF ‚Methan und Lachgas […]‘ zu finden im Artikel: ‚Dokumente für die KLimarecherche‘.

  2. ..die datei ist doch nicht dort wo ich sie vermutete, allerdings lässt sie sich auf der website des wwf finden, irgendwo bei Klimawandel 🙂
    Natürlich wird das hier auch noch nachgetragen.

  3. sepp oasch-anus Says:

    du anus

  4. wer fäkal spricht ist raus!

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