Das Klimacamp | Hamburg

folgender aufruf wird aus solidarität mit den organisator_innen/en des klima-camps auch hier veröffentlicht. die geschwister der küste sehen ebenfalls die gefahren und probleme des klimawandels und die dringlichkeit des umdenkens und des handelns. wir beteiligen uns am klimacamp mit es wird viel getan, aber es wird auch viel ignoriert. meinungen dürfen aber nicht ignoriert werden, wenn sie gefahren aufzeigen die alle betreffen – vor allem nicht von jenen, die über uns entscheiden. demnach muss der protest und die position des klimacamps verständlich sein und nachvollzogen werden.

die bewegung zur verhinderung des klimawandels und seiner folgen ist auf neue probleme getroffen, die in augenschein genommen werden müssen – agro-treibstoff, nahrungsmittelkrise, artensterben, flüchtlingsströme und mehr. fehler der vergangenheit dürfen nicht wiederholt werden. dinge über die machthaber ehemals lachten sind nun realität. möglicherweise sollte man jetzt leute mitreden lassen die früher dinge wussten aber nicht angehört wurden.

oder sich nicht wundern wenn diese menschen sich ihr gehör selbst verschaffen – so einfach ist das.

Für ein ganz anderes Klima!

It’s too hot! – Das Klima wandelt sich

Die Atmosphäre heizt sich auf. Selbst die düstersten Prognosen des Weltklimarats der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2007 erscheinen inzwischen als zu optimistisch. Die ökologischen und sozialen Folgen des Klimawandels sind bereits verheerend. Dabei ist die Erwärmung der Atmosphäre kein Betriebsunfall, sondern das Ergebnis einer Wirtschaftsform, die auf Profit und Wachstum beruht. Und trotz der bekannten Risiken wird diese Wirtschaftsform immer noch nicht ernsthaft in Frage gestellt. Einer gegenteiligen Rhetorik von der „Energiewende“ zum Trotz setzen Regierungen und Konzerne weiterhin klar auf fossile Energien: Zwanzig Kohlekraftwerke sollen allein in Deutschland neu gebaut werden.

Gleichzeitig wird vorgegaukelt, dass mit den entsprechenden technischen Ansätzen alles weiterlaufen kann wie bisher. Doch auch viele der neuen Technologien haben ihre Kehrseiten: die riesigen Monokulturen für „Energiepflanzen“ zur Treibstoffherstellung beispielsweise gehen mit dem Verlust von Ackerland zur Nahrungsmittelproduktion und mit der Abholzung von Tropenwäldern einher.

Damit tragen sie zur Zerstörung der Lebensgrundlage vieler Menschen in anderen Ländern bei. Weltweit steigen die Lebensmittelpreise und Menschen hungern, damit die Maschinerie des globalisierten Kapitalismus weiterhin läuft.

Aber auch die direkten Auswirkungen des Klimawandels wie Naturkatastrophen treffen ärmere Bevölkerungsgruppen – diejenigen, die den Klimawandel am wenigsten verursachen – am härtesten. Schließlich sind es die finanziellen Mittel, die über die Möglichkeiten entscheiden, negative Folgen des Klimawandels abzumildern. Zeit sich einzumischen!

Das Klima camp – cool breeze of resistance

Das Ziel, den Klimawandel abzubremsen und dabei die Kosten gerecht zu verteilen, wird nicht einfach zu erreichen sein, denn die heute Mächtigen haben wir gegen uns. Das Klimacamp ist der Ort, wo wir uns gegenseitig informieren und miteinander über andere Verhältnisse von Gesellschaft und Natur diskutieren. Es geht um spektrenübergreifende Strategien und Positionen für eine Klimabewegung. Wir gehen auf die Suche nach Widerstandsformen gegen die CO2-Ökonomie – auch im Alltag. Dazu gehören auch große und kleine ungehorsame Aktionen.

Unsere Zelte werden wir in Hamburg aufschlagen, in der größten Hafenstadt in Deutschland, dem meist frequentierten Logistik-Knotenpunkt von Schiffs- und Straßenverkehr. Hamburg ist außerdem die Stadt des größten Kohlehafens sowie Standort einer großen Agrodieselfabrik und des Energiekonzerns Vattenfall. Der baut im Hamburger Stadtteil Moorburg ein neues Kohlekraftwerk, das bei seiner Fertigstellung nicht nur die umliegenden Stadtteile massiv mit Feinstaub belasten würde, sondern den Ausstoß des Klimagases CO2 in Hamburg mit einem Schlag um 40% erhöhen würde.

Zu dieser unverantwortlichen Politik, die allen Lippenbekenntnissen zum Klimaschutz Hohn spricht, sagen wir unmissverständlich NEIN! Mit der Aktion Gegenstrom08 werden wir daher am 23. August ein klares Zeichen für ein anderes Klima setzen: Tausende von Menschen werden in einer Aktion des Zivilen Ungehorsams die Kraftwerksbaustelle in Moorburg stilllegen!

In Aktionstrainigs in vielen Städten und Regionen, vor allem aber in den Tagen davor auf dem Klimacamp werden wir gemeinsam üben und uns gegenseitig Sicherheit geben für einen organisierten Regelverstoß. Bei Gegenstrom08 werden sich Massen von Menschen aus unterschiedlichen politischen Strömungen und mit unterschiedlicher Aktionserfahrung zusammenfinden. Gegenstrom08 sucht die Konfrontation mit der Polizei nicht, wird aber entschlossen ihr Ziel verfolgen: die Baustelle des Kraftwerks Moorburg stilllegen!

Deshalb: Hin zum Klimacamp08! Tanzen, demonstrieren – und intervenieren. Für andere Energien. Gegen den Strom. Gegen soziale und ökologische Prekarisierung – weltweit! Lust auf Solidarität! Alles für alle – aber anders! Wir sehen uns! In diesem Sinne – für ein ganz anderes Klima!

Mehr Infos: http://www.klimacamp08.net | kontakt@klimacamp08.net

die vorbereitungsgruppe für das klimacamp08 in hamburg, viele einzelne, avanti – projekt
undogmatische linke, camping07 ag, buko, linksjugend [’solid], glocal group hanau, geblockt!,anti-
rassismus-büro bremen, grüne jugend, attac, nolager bremen, kein mensch ist illegal hanau, noya,
Interventionistische linke, tschüss vattenfall, klimacamp gruppe mainz/wiesbaden, aku wiesbaden,
kwak sieben linden – klimawandel aktionskreis ökodorf sieben linden, isl…

Spendenkonto:

Gesellschaft für politische Bildung e.V., Konto Nr. 13001920, BLZ 20010020, Postbank Hamburg,
Stichwort: „Klimacamp“.

dieser text wurde uns durch die organisatoren des klimacamps08 übermittelt.
http://www.klimacamp08.net/

das piratenkomitee grüßt die klimacamp-orga und hofft auf ein gutes camp mit vernünftigen debatten, hilfreichen ergebnissen, guter öffentlichkeit, wenig stress und schönen party-nächten.

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